Aktuelles

Reduziertes Interim im Verwaltungsrat vorgestellt

07/26

Am Montag, 6. Juli 2026, konnte die ProWST dem Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater Stuttgart (WST) die im Auftrag von Land und Stadt überarbeiteten Pläne für den Interimsstandort vorstellen. Hintergrund für die Überarbeitung sind die erheblichen Baukostensteigerungen der vergangenen Jahre sowie die angespannte Haushaltslage von Land und Stadt.
Alle Ziele wurden erreicht: die Kosten für das temporäre Opernhaus auf dem C1 Gelände bei den Wagenhallen deutlich zu senken und gleichzeitig eine termingerechte Realisierung sicherzustellen. Im Ergebnis beauftragte der Verwaltungsrat die ProWST, die vorgestellten Pläne zur Grundlage der weiteren Planung zu machen.

In enger Zusammenarbeit mit den Württembergischen Staatstheatern entwickelte die ProWST ein substanziell überarbeitetes Konzept für eine kompaktere, zugleich aber funktional tragfähige Ausweichspielstätte. Die geplanten Flächen wurden gegenüber den bisherigen Planungen um nahezu 40 Prozent reduziert. Zudem werden die baulichen Standards auf das funktional erforderliche Maß begrenzt. Gleichzeitig bleibt gewährleistet, dass den Beschäftigten der Württembergischen Staatstheater auch künftig ein leistungsfähiges und zeitgemäßes Arbeitsumfeld zur Verfügung steht.

Durch die Verkleinerung des Bauvolumens und die vereinfachte Bauausführung können die Baukosten erheblich reduziert werden. Darüber hinaus trägt das neue Konzept dazu bei, den Zeitplan einzuhalten: man spart Zeit beim Bauen und Planen. Nach aktuellem Grobterminplan kann die Interimsspielstätte wie vorgesehen ab dem Jahr 2033 von den Württembergischen Staatstheatern genutzt werden. Damit wurden die zentralen Vorgaben für die Überarbeitung erreicht.

Hintergrund der Neuausrichtung sind die drastischen Baukostensteigerungen der vergangenen Jahre von nahezu 50 Prozent. Das ursprünglich veranschlagte Budget von 224 Millionen Euro hätte unter diesen Rahmenbedingungen nicht eingehalten werden können. Mit dem nun vorliegenden reduzierten Umsetzungskonzept kann ein erheblicher Teil dieser Kostensteigerungen aufgefangen werden. Die Gesamtkosten für den Interimsstandort werden nach aktueller Kostenschätzung bei rund 289 Millionen Euro liegen.

Petra Olschowski, Kunstministerin und stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats, bezeichnete die überarbeitete Planung als entscheidenden Schritt für das Gesamtvorhaben: „Der sehr gute Vorschlag für eine schlankere und kostengünstigere Interimsspielstätte ist der Schlüssel für die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung eines der schönsten Opernhäuser der Welt. Das Interim ist das zentrale Bauwerk für das Gelingen des Gesamtprojekts: Ohne Interim kann der künstlerische Betrieb nicht durchgängig aufrechterhalten werden – mehr noch: Ohne Interim ist das Staatstheater mit Oper und Ballett von Weltrang in seiner Existenz bedroht.“ Die neue Planung schaffe die Grundlage, das Projekt weiter voranzubringen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Alle Beteiligten begleiteten den Prozess mit großem Verantwortungsbewusstsein und in engem Austausch miteinander, so Olschowski.

ZusammenLebenFestival 2026 in Stuttgart

06/26

Vom 19. bis 20. Juni 2026 fand im Kunstverein Wagenhalle e. V. in Stuttgart erstmals das ZusammenLebenFestival statt. Ziel der Veranstaltung war es, solidarische, nachhaltige und inklusive gemeinschaftliche Wohnformen sichtbar zu machen und den fachlichen sowie gesellschaftlichen Austausch zu fördern. Das Festival zeichnete sich durch eine große Vielfalt an Beiträgen und eine offene, inklusive Atmosphäre aus.

Die ProWST war mit einem Informationsstand zum Thema Sanierungsprojekt der Württembergischen Staatstheater Stuttgart vertreten. Ein thematischer Bezug zum Festival ergab sich durch die räumliche Nähe: Auf dem Gelände der Wagenhallen beginnen ab September 2026 die Erschließungsmaßnahmen für die sogenannte Maker City sowie für den Interimsstandort der Staatstheater.

Die Ausweichspielstätte ist dabei mehr als eine temporäre Lösung. Nach der Rückkehr von Oper und Ballett in das sanierte Opernhaus am Oberen Schlossgarten sollen wesentliche Teile der baulichen Infrastruktur langfristig im neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein weitergenutzt werden.

Insbesondere die geplante Nachnutzung der Backstage-Bereiche steht im Einklang mit den Themen des Festivals. Rund zwei Drittel der baulichen Anlagen sollen in die Maker City überführt werden und dort einen Beitrag zur nachhaltigen Quartiersentwicklung leisten. Geplant sind unter anderem Flächen für Kreativwirtschaft, Werkstätten, Wohnformen sowie gemeinschaftliche Nutzungen.

Die bauliche Konzeption von Bühne, Zuschauerraum und Foyer folgt zudem dem Prinzip des kreislaufgerechten Bauens: sie werden in einer rückbaubaren Bauweise errichtet, um eine spätere Wiederverwendung der Materialien zu ermöglichen.

Bereits heute wird das Areal rund um die Wagenhallen als Ort für Kunst, Kultur und Begegnung genutzt. Die im Rahmen des Festivals erlebten Ansätze von Offenheit, Inklusion und gemeinschaftlichem Leben finden damit perspektivisch auch im entstehenden Stadtquartier ihre räumliche Fortsetzung.

Das ZusammenLebenFestival hat aufgezeigt, welches Potenzial in gemeinschaftlichen und inklusiven Wohn- und Lebensformen liegt und welche Bedeutung diesen Konzepten für zukünftige Stadtentwicklungsprozesse zukommt.

16 Teams erreichen zweite Wettbewerbsphase in dem Projekt „Oberer Schlossgarten“

05/26

Der denkmalgeschützte Littmann-Bau von 1912 steht vor einer umfassenden Sanierung, Modernisierung und Erweiterung, eines der bedeutendsten Kulturprojekte Deutschlands. Ziel ist es, das architektonische Erbe zu bewahren und gleichzeitig ein zukunftsfähiges Umfeld für Kunst, Publikum und Mitarbeitende zu schaffen.

Im Rahmen eines zweiphasigen internationalen Architekturwettbewerbs haben 30 renommierte Planungsteams aus ganz Europa ihre ersten Entwürfe eingereicht. Eine hochrangige Jury hat daraus nun 16 Teams für die zweite Phase ausgewählt. Bewertet wurden insbesondere Funktionalität, städtebauliche Qualität, Wirtschaftlichkeit und Anpassungsfähigkeit.

Das Projekt verfolgt dabei mehrere Ziele zugleich: die internationale Strahlkraft der Die Staatstheater Stuttgart zu sichern, sichere Arbeitsbedingungen für rund 1.400 Mitarbeitende zu schaffen und nachhaltige Lösungen durch eine kostenbewusste Planung zu ermöglichen.

Besonders spannend: Entlang der B14 war aus städtebaulicher Sicht eine Aufwertung des öffentlichen Raums gewünscht. Hier sollen künftig neue öffentliche Räume entstehen, die die Kulturmeile Stuttgarts prägen und den Kulturstandort noch stärker mit der Stadt verbinden werden.

Im Dezember wird die Jury erneut tagen und den finalen Siegerentwurf für das größte Dreispartenhaus der Welt küren.

1. Foto: Das Architektenteam des Projekts „Oberer Schlossgarten“ mit Geschäftsführer Christoph Niethammer.
2. Foto: Das Architektenteam des Projekts „Oberer Schlossgarten“ mit Geschäftsführer Christoph Niethammer, Petra Olschowski und Claudia Rose (MWK)

Teilnahme am Jugendforum in Stuttgart Nord

04/26

In direkter Nachbarschaft zu den Jugendlichen des Stadtteils Stuttgart Nord entsteht die Maker City – Teil des neuen Stadtteils Stuttgart Rosenstein.
Ein erster Baustein wird der Interimsstandort der Württembergischen Staatstheater auf dem Gebiet C1 bei den Wagenhallen sein.
Was ist ein temporäres Opernhaus? Und wie könnte ein neuer Name dafür aussehen?

Das Team der ProWST konzipierte für das Jugendforum drei Aktionen, um die Jugendlichen vor Ort über das bedeutende Projekt spielerisch zu informieren und zu beteiligen. Mit der VR-Experience „Factory Run“, dem Opern-Quiz „Swipe Check“ und dem Namenswettbewerb „Battle of Names“ konnten sich die Jugendlichen dem Thema Opernsanierung in bester Gamer-Manier nähern und eigene Namensvorschläge für das temporäre Opernhaus einreichen.
Der Saal des Kinder- und Jugendhaus Nord war voll und den jungen Menschen machte es sichtlich Spaß, sich an den Stationen auszuprobieren und eigene Perspektiven einzubringen.
In weiteren Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen mit Themen, die ihren Alltag besonders betreffen: die Sicherheit in Stuttgart Nord bei Nacht, was läuft gut oder schlecht beim ÖPNV sowie Lieblingsorte & Problemstellen im Stadtteil. Im direkten Austausch mit dem Jugendrat Stuttgart und dem Bezirksrat wurden die Anliegen offen angesprochen, Fragen gestellt und gemeinsam nach möglichen Lösungen für den Stadtteil gesucht.

Die Ergebnisse des Jugendforums werden am 27. April bei der Einwohnerversammlung in Stuttgart Nord präsentiert.
Organisiert wurde das Jugendforum von der Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Fachbereich Jugendpolitik des Stadtjugendrings Stuttgart e.V..

Aus Plänen wird Realität: Fortschritte im Teilgebiet C1

03/26

Auf dem Baufeld C1 rund um die Wagenhallen nimmt die Entwicklung des künftigen Interimsstandorts der Württembergischen Staatstheater (WST) sowie der Maker City für Stuttgart Rosenstein sichtbar Fahrt auf. Nach intensiven vorbereitenden Maßnahmen haben die Erschließungsmaßnahmen begonnen. Das temporäre Opernhaus bildet einen ersten Baustein für den neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein. Zudem entsteht hier eine urbane Mischung, in der Wohnen, Arbeiten und kreatives Schaffen eng miteinander verzahnt sind: der Quartiershub mit Energiezentrale sowie die Nachbarschaften der „Öko- und Sozialpioniere“ und der „Pioniere Urbaner Produktion“, die perspektivisch an die Opernnutzung anschließen.

Bereits in den vergangenen Monaten wurden zentrale infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen. So konnte die Trinkwasserhauptleitung erfolgreich verlegt und die Trassenführung des Nahwärmenetzes überarbeitet werden – ein wichtiger Schritt, da die Maker City künftig unter anderem über Nahwärme versorgt wird. Für das temporäre Opernhaus wurde zudem eine geothermische Energieversorgung gesichert, die über ein Erdsondenfeld am Wagenhallenplatz realisiert wird.

Im Laufe des Jahres 2026 wird das Gebiet vollständig freigemacht. Dazu zählt auch die schonende Umsiedlung streng geschützter Arten wie der Mauereidechse, die voraussichtlich bis September 2026 abgeschlossen sein wird. Ab diesem Zeitpunkt beginnen die Erschließungsarbeiten im Teilgebiet C1 – eine entscheidende Phase, in der die konzeptionellen Pläne Schritt für Schritt in bauliche Realität übergehen. Zunächst entstehen die Erschließungsstraßen, über die Grundstücke und Gebäude angebunden und mit essenziellen Versorgungsleitungen wie Wasser, Abwasser, Strom und Internet verknüpft werden. Die Leistungen für Straßenbau, Kanal- und Leitungsbau werden ausgeschrieben und an ausführende Baufirmen vergeben – die Grundlage dafür, dass die Bauarbeiten im September 2026 offiziell starten können.

Ein Blick auf das Luftbild des Teilgebiets zeigt bereits die klare Struktur der verschiedenen Baufelder, die nach und nach entwickelt werden. Auf den Baufeldern 1 bis 3 entsteht zunächst der Interimsstandort der WST; nach Ende der Interimsnutzung wird dieser Bereich für die Nachbarschaft der „Pioniere Urbaner Produktion“ weiterentwickelt. Hier soll ein lebendiges Stadtquartier entstehen, das dringend benötigten Wohnraum mit Flächen für Produktion, Handwerk und Dienstleistungen im urbanen Umfeld verbindet. Baufeld 4 nimmt eine zentrale Rolle ein: Hier entstehen der Quartiershub und die Energiezentrale als infrastrukturelle Kernpunkte des gesamten Areals. Auf den Baufeldern 5 bis 7 wiederum wächst die Nachbarschaft der „Öko- und Sozialpioniere“, die neue gemeinschaftliche Wohnformen und nachhaltiges Zusammenleben erproben und etablieren wird.

Fotos: Fabrice Weichelt/Stadt Stuttgart

Maker Baker City & das Zuckerguss-Opernhaus bis 1. Februar zu sehen

12/25

Die Ausstellung Winterwunder-Lebkuchenstadt im StadtPalais Stuttgart wurde bis zum 1. Februar 2026 verlängert!

Beim vorweihnachtlichen Come Together der Kommunikationsteams von Stuttgart Rosenstein und der ProWST haben wir das Herzstück des neuen Stadtteils Stuttgart Rosenstein aus Lebkuchen nachgebaut. Damit schließen wir uns der neu aufkommenden Gingerbread-Bewegung in Stuttgart an und sind stolzer Teil der zauberhaften Lebkuchen-Ausstellung Winterwunder-Lebkuchenstadt im StadtPalais – Museum für Stuttgart
Der 1. Stock des Museums verwandelt sich bis Februar in eine duftende Winterwelt: Rund 30 Lebkuchenmodelle zeigen fantasievolle Architektur und bekannte Stuttgarter Wahrzeichen – gestaltet von Bürgerinnen und Bürgern sowie zehn Stuttgarter Architekturbüros.

Mit dem neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein entsteht auf 85 Hektar ein Raum für Zukunft und Kreativität. Erstes und zentrales Element des künftigen Stadtteils wird das temporäre Opernhaus (Interim) sein. Hier werden die Sparten Oper und Ballett der Württembergischen Staatstheater Stuttgart während der Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des historischen Opernhaus am Oberen Schlossgarten spielen. Nach der Interimszeit wird der Standort für die Maker-City genutzt – eine Investition in die Zukunft des neuen Quartiers.

Fachexkursion zum Interim der Staatstheater Kassel

11/25

Am 31. Oktober feierte Giuseppe Verdis „Aida“ Premiere im neuen INTERIM des Staatstheaters Kassel – und eröffnete damit eine Ersatzspielstätte, die für mindestens sechs Jahre vorgesehen ist.
Eine Woche später durften wir das Team um Intendant Florian Lutz vor Ort treffen.

Von außen erinnert der Modulbau im Süden Kassels eher an eine schlichte Produktionshalle. Doch sobald man ihn betritt, öffnet sich ein unerwartet faszinierender Raum: ein modulares Theater, das mit Kreativität, Flexibilität und Mut beeindruckt. Herzstück ist eine vierstöckige Zuschauergalerie aus Baugerüsten, die weit mehr ist als reine Sitzfläche – sie wird selbst zum Teil der Inszenierung. Die Bühnenflächen sind variabel, ergänzt durch eine Obermaschinerie mit 28 Zügen, eine Schwerlastendrehscheibe und einen abdeckbaren Orchestergraben. In dem 25 mal 50 Meter großen Saal finden bis zu 850 Personen Platz; er lässt sich als immersive Arena, klassischer Guckkasten, Raumbühne oder im längsorientierten Bühnenformat bespielen. Durch seine konsequente Multifunktionalität und die modulare Bauweise kann das gesamte Gebäude zudem vollständig abgebaut, an anderer Stelle wieder aufgebaut oder nach Bedarf weiterentwickelt werden.

Und was macht das INTERIM künstlerisch so besonders?

In nicht frontalen Bühnenkonzepten kann die klassische Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum aufgehoben werden. Alles ist modular, alles ist Bewegung: Die Bühne kann bei jeder Produktion anders liegen, die Zuschauer sitzen davor, dahinter – oder eben auf der Bühne. Demokratisch, partizipativ, maximal nahbar. Die Plätze auf der Bühne sind im „Adventure-Abo“ buchbar. Sie versprechen ein Theater des Erlebnisses, mit Premieren-Flair und Abenteuerlust – und die Nachfrage ist groß!

Neben diesen inspirierenden Eindrücken nehmen wir vor allem auch diese Botschaft mit:
Die Staatstheater Kassel und Stuttgart sind in ihren Anforderungen sehr verschieden.
Und im Gespräch mit der Intendanz wurde betont: Stuttgart genießt in der Theaterbranche enormes Ansehen und Renommee. Stuttgart ist eine stetige Messlatte für die deutsche Opernwelt. Alle schauen nach Stuttgart.
Diese Wertschätzung ist Ansporn und Verantwortung zugleich.

Startschuss für den Architekturwettbewerb Oberer Schlossgarten

10/25

Vor 117 Jahren wurde in Stuttgart ein Theaterprojekt von internationaler Strahlkraft auf den Weg gebracht: der Bau des heutigen Opernhauses am Oberen Schlossgarten, des sogenannten Littmann-Baus. Mit dem Start des Realisierungswettbewerbs für seine Sanierung, Modernisierung und Erweiterung, beginnt nun ein weiteres Kapitel in der Geschichte des größten Dreispartenhauses der Welt.

Am 6. Oktober ist der Architekturwettbewerb für die Sanierung und Modernisierung des Opernhauses in Stuttgart gestartet. In der Staatsgalerie Stuttgart, gegenüber des Littmann-Baus, hat das Preisgericht die Auslobungsunterlagen verabschiedet. Sie bilden die Grundlage für den Wettbewerb der 30 teilnehmenden Architekturbüros.

Die Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Littmann-Baus ist, neben dem Interimsstandort an den Wagenhallen in Stuttgart-Nord und dem Werkstattneubau in Bad Cannstatt, das prominenteste von insgesamt drei Teilprojekten. Nach dem bereits vor wenigen Tagen erfolgten Projektbeschluss für die vertiefte Planungsphase für den Werkstattneubau im Stuttgarter Gemeinderat und beim Land markiert der Architekturwettbewerb des Opernhauses einen weiteren wichtigen Meilenstein für das Gesamtprojekt.

Bekanntmachung des Wettbewerbs

Werkstattneubau startet termingerecht in die nächste Planungsphase

09/25

Ein wichtiger Schritt für die Opernsanierung in Stuttgart ist geschafft: Der Stuttgarter Gemeinderat und das Land Baden-Württemberg haben den Projektbeschluss für den Werkstattneubau der Württembergischen Staatstheater (WST) in Bad Cannstatt gefasst. Zur Freude des Projektteams und des Geschäftsführers Christoph Niethammer. Damit beginnt die Entwurfsplanung für das erste von insgesamt drei Teilprojekten. Der Neubau entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik, neben dem bereits bestehenden Kulissenlager, und soll 2030 fertiggestellt sein. Dort werden künftig alle für das Bühnenbild relevanten Gewerke unter einem Dach vereint – inklusive Malsaal, Schreinerei, Lackiererei und Montagehalle. Die Kosten dieses technisch höchst anspruchsvollen Gebäudes betragen rund 127 Millionen Euro inklusive Risikovorsorge und Erstausstattung der WST. Die Kosten werden je zur Hälfte von Stadt und Land getragen.

Die Ausstattung am neuen Standort entspricht dem neusten Standard. Effiziente Betriebsabläufe sowie aktuelle arbeitsschutzrechtliche Vorgaben werden für die 80 Mitarbeitenden gewährleistet und sind Voraussetzung für einen wirtschaftlich nachhaltigen Spielbetrieb.
Dazu Christoph Niethammer, Geschäftsführer der ProWST: “Als Hauptverantwortliche für das Projekt freuen wir uns sehr, dieses wichtige Etappenziel termingerecht erreicht zu haben. Dies war möglich durch die gute und zielgerichtete Zusammenarbeit aller Beteiligten, allen voran der Württembergischen Staatstheater Stuttgart.”

Pressemitteilung Projektbeschluss Werkstattneubau

Ergebnisse aus der Verwaltungsratssitzung

07/25

Im Rahmen der Verwaltungsratssitzung zur Sanierung der Württembergischen Staatstheater (WST) hoben Wissenschafts- und Kunstministerin Petra Olschowski sowie Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper die kulturelle Bedeutung des Projekts hervor. Sie lobten insbesondere die Fortschritte bei der Planung des Werkstattneubaus in Bad Cannstatt sowie bei der Auslobung des Realisierungswettbewerbs für die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung am Hauptstandort im Oberen Schlossgarten. Beide Teilprojekte liegen im Zeitplan des im November 2024 vorgestellten und in der Verwaltungsratssitzung erneut bestätigten Grobterminplans für die Durchführung des Gesamtprojekts.
Gleichzeitig machten sie deutlich, dass für den Interimsstandort bei den Wagenhallen eine kleinere und einfachere Lösung notwendig sei. Die Geschäftsführung der ProWST betonte in diesem Zusammenhang, dass eine spürbare Senkung der Baukosten nur durch eine deutliche Verkleinerung des Raumprogramms und eine Reduzierung der Standards möglich sei.
Ziel bleibt eine wirtschaftliche und sparsame Lösung, die gleichzeitig die künstlerische Qualität der Sparten Ballett und Oper sichert und ein funktionierendes Arbeitsumfeld für die  Beschäftigten der WST gewährleistet.
Die ProWST wird die Umsetzung des Sanierungsprojekts mit hoher Professionalität und großem Engagement weiter vorantreiben.