Aktuelles

Zentrale Leitlinien beim Architekturwettbewerb Oberer Schlossgarten bekräftigt

07/26

Am Donnerstag, 30. Juli 2026, fand im Rahmen des laufenden Architekturwettbewerbs zum Littmann-Ensemble am Oberen Schlossgarten eine Jurysitzung des hochrangig besetzten Preisgerichts statt.

Mit dem Ziel, den 16 Planungsteams der zweiten Wettbewerbsphase ein Zwischenfeedback für die weitere Bearbeitung zu geben, wurden die jeweiligen Entwurfsstände zu verschiedenen Kriterien, wie Wirtschaftlichkeit, Anpassungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und städtebauliche Öffnung betrachtet.

Von Beginn des Verfahrens an sind die von verschiedenen Seiten aktuell angemahnten Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Flexibilität zentrale Leitlinien der Planungen für den Hauptstandort am Oberen Schlossgarten. Sie sind verbindlicher Bestandteil des laufenden Wettbewerbsverfahrens und für alle teilnehmenden Planungsteams vorgegeben.

Das Zwischenfeedback ist ein wichtiger Baustein des Wettbewerbsverfahrens, um den hoch engagierten Teilnehmenden gerecht zu werden, zentrale Planungsprämissen einzuhalten und optimale Ergebnisse für das finale Preisgericht im Dezember diesen Jahres zu ermöglichen.

© ProWST GmbH Stuttgart

Änderung des Vorprojektbeschlusses zum Interimsstandort auf September vertagt

07/26

Nach den in den vergangenen Monaten gemeinsam erarbeiteten Flächen- und Kosteneinsparungen beim Interimsstandort hätte nun der nächste Planungsschritt erfolgen können. Die Änderung des Vorprojektbeschlusses wurde vom Verwaltungsausschusses des Stuttgarter Gemeinderats am Mittwoch, 29. Juli 2026 allerdings auf die Zeit nach der Sommerpause vertagt.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper betonte noch zu Beginn der Sitzung mit Blick auf die vorgenommenen Einsparungen: „Nach einer jahre- und jahrzehntelangen Debatte und nach den erfolgten Einsparungen zum Opern-Interim brauchen wir jetzt den Mut zu Entscheidungen.“

In den vergangenen Monaten wurde das Konzept für den Interimsstandort umfassend überarbeitet und deutlich reduziert. Ziel war es, nur das technisch und rechtlich Erforderliche zu planen und umzusetzen. Die nun vorliegenden Planungen tragen dem Anspruch nach Wirtschaftlichkeit Rechnung und stellen einen wichtigen Beitrag zur Begrenzung der Projektkosten dar.

„Wir haben mit allen Beteiligten erhebliche Anstrengungen unternommen, um das Interim wirtschaftlicher, schlanker und effizienter zu gestalten. Umso mehr bedauern wir, dass die Entscheidung nun verschoben wurde. Die Verknüpfung des Interimsstandorts mit einer erneuten Überprüfung des erst vor einem Jahr mit allen Beteiligten abgestimmten Raumprogramms und weiterer Planungsinhalte für den Littmann-Bau schafft zusätzliche Abhängigkeiten zwischen zwei Teilprojekten, die unabhängig voneinander zügig vorangetrieben werden sollten. Das verzögert nicht nur beide Vorhaben, sondern führt angesichts der Baupreisentwicklung zwangsläufig auch zu weiteren Kostensteigerungen“, erklärt Christoph Niethammer, Geschäftsführer der ProWST.

Eine Verknüpfung der beiden Teilprojekte wird eine sinnvolle Projektabfolge erschweren, wenn dringende Entscheidungen für das Interim von Fragestellungen abhängig gemacht werden, die erst in deutlich späteren Planungsphasen des Gesamtprojekts vertieft werden können.

Zudem sind die von verschiedenen Seiten angemahnten Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Flexibilität bereits zentrale Leitlinien der Planungen für den Hauptstandort am Oberen Schlossgarten. Sie sind verbindlicher Bestandteil des laufenden Wettbewerbsverfahrens und für alle teilnehmenden Planungsteams vorgegeben. Darüber hinaus müssen die Entwürfe so angelegt sein, dass sie auf veränderte räumliche, betriebliche oder personelle Anforderungen reagieren und gegebenenfalls weiter reduziert werden können.

Als positives Signal für die weitere Umsetzung des Projekts gelten das mehrheitliche Bekenntnis des Verwaltungsausschusses zum Gesamtprojekt sowie die Anerkennung des reduzierten Konzepts zum Interimsstandort.

Ziel bleibt es, die dringend notwendige Sanierung der Württembergischen Staatstheater mit Augenmaß, Wirtschaftlichkeit und hohem Verantwortungsbewusstsein voranzubringen.

Blick auf das Gelände C1. EIne Brachfläche und im Hintergrund sind die Wagenhallen zu erkennen.

Stuttgart Rosenstein: Baubeschluss für die Erschließung der Maker City erwartet

07/26

Der Baubeschluss soll vom Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart am 30. Juli gefasst werden. Damit wird die Verwaltung ermächtigt, die erforderlichen Bau- und Planungsleistungen zu vergeben und die Umsetzung der Bauarbeiten zu ermöglichen. Derzeit werden die Flächen für die Erschließung vorbereitet. Die Baumaßnahmen sollen Anfang 2027 beginnen.

Die Erschließungsmaßnahmen umfassen den Bau der Straßen sowie der Schmutz- und Regenwasserkanäle und schaffen die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Quartiers, das nach den Prinzipien der Schwammstadt entwickelt wird. Ziel ist es, Niederschlagswasser möglichst vor Ort zurückzuhalten, zu versickern und für die Bewässerung zu nutzen. Dafür sind unter anderem Sickerpflaster, Baumrigolen, Mulden sowie weitere blau-grüne Infrastrukturelemente vorgesehen.
Gleichzeitig ist auf der Fläche des zukünftigen Wagenhallenplatzes die Herstellung von Erdwärmesonden zur Nutzung nachhaltiger Geothermieenergie vorgesehen.

Die Stadt Stuttgart steht mit den lokalen Akteuren und Anliegern in engem Austausch vor und während der Baumaßnahmen. Mit der Maker City entsteht auf dem Areal rund um die Wagenhallen das erste Teilgebiet von Stuttgart Rosenstein, unabhängig von der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs. Hier soll in den kommenden Jahren ein urbanes, kreatives und lebenswertes Stadtquartier entstehen.

Ein wichtiger erster Impuls für dieses neue Stadtquartier wird der Interimsstandort der Württembergischen Staatstheater sein.

Foto: C1 Gebiet an den Wagenhallen. Foto: Stadt Stuttgart. Rechte: Fabrice Weichelt

Reduziertes Interim im Verwaltungsrat vorgestellt

07/26

Am Montag, 6. Juli 2026, konnte die ProWST dem Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater Stuttgart (WST) die im Auftrag von Land und Stadt überarbeiteten Pläne für den Interimsstandort vorstellen. Hintergrund für die Überarbeitung sind die erheblichen Baukostensteigerungen der vergangenen Jahre sowie die angespannte Haushaltslage von Land und Stadt.
Alle Ziele wurden erreicht: die Kosten für das temporäre Opernhaus auf dem C1 Gelände bei den Wagenhallen deutlich zu senken und gleichzeitig eine termingerechte Realisierung sicherzustellen. Im Ergebnis beauftragte der Verwaltungsrat die ProWST, die vorgestellten Pläne zur Grundlage der weiteren Planung zu machen.

In enger Zusammenarbeit mit den Württembergischen Staatstheatern entwickelte die ProWST ein substanziell überarbeitetes Konzept für eine kompaktere, zugleich aber funktional tragfähige Ausweichspielstätte. Die geplanten Flächen wurden gegenüber den bisherigen Planungen um nahezu 40 Prozent reduziert. Zudem werden die baulichen Standards auf das funktional erforderliche Maß begrenzt. Gleichzeitig bleibt gewährleistet, dass den Beschäftigten der Württembergischen Staatstheater auch künftig ein leistungsfähiges und zeitgemäßes Arbeitsumfeld zur Verfügung steht.

Durch die Verkleinerung des Bauvolumens und die vereinfachte Bauausführung können die Baukosten erheblich reduziert werden. Darüber hinaus trägt das neue Konzept dazu bei, den Zeitplan einzuhalten: man spart Zeit beim Bauen und Planen. Nach aktuellem Grobterminplan kann die Interimsspielstätte wie vorgesehen ab dem Jahr 2033 von den Württembergischen Staatstheatern genutzt werden. Damit wurden die zentralen Vorgaben für die Überarbeitung erreicht.

Hintergrund der Neuausrichtung sind die drastischen Baukostensteigerungen der vergangenen Jahre von nahezu 50 Prozent. Das ursprünglich veranschlagte Budget von 224 Millionen Euro hätte unter diesen Rahmenbedingungen nicht eingehalten werden können. Mit dem nun vorliegenden reduzierten Umsetzungskonzept kann ein erheblicher Teil dieser Kostensteigerungen aufgefangen werden. Die Gesamtkosten für den Interimsstandort werden nach aktueller Kostenschätzung bei rund 289 Millionen Euro liegen.

Petra Olschowski, Kunstministerin und stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats, bezeichnete die überarbeitete Planung als entscheidenden Schritt für das Gesamtvorhaben: „Der sehr gute Vorschlag für eine schlankere und kostengünstigere Interimsspielstätte ist der Schlüssel für die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung eines der schönsten Opernhäuser der Welt. Das Interim ist das zentrale Bauwerk für das Gelingen des Gesamtprojekts: Ohne Interim kann der künstlerische Betrieb nicht durchgängig aufrechterhalten werden – mehr noch: Ohne Interim ist das Staatstheater mit Oper und Ballett von Weltrang in seiner Existenz bedroht.“ Die neue Planung schaffe die Grundlage, das Projekt weiter voranzubringen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Alle Beteiligten begleiteten den Prozess mit großem Verantwortungsbewusstsein und in engem Austausch miteinander, so Olschowski.

ZusammenLebenFestival 2026 in Stuttgart

06/26

Vom 19. bis 20. Juni 2026 fand im Kunstverein Wagenhalle e. V. in Stuttgart erstmals das ZusammenLebenFestival statt. Ziel der Veranstaltung war es, solidarische, nachhaltige und inklusive gemeinschaftliche Wohnformen sichtbar zu machen und den fachlichen sowie gesellschaftlichen Austausch zu fördern. Das Festival zeichnete sich durch eine große Vielfalt an Beiträgen und eine offene, inklusive Atmosphäre aus.

Die ProWST war mit einem Informationsstand zum Thema Sanierungsprojekt der Württembergischen Staatstheater Stuttgart vertreten. Ein thematischer Bezug zum Festival ergab sich durch die räumliche Nähe: Auf dem Gelände der Wagenhallen beginnen ab September 2026 die Erschließungsmaßnahmen für die sogenannte Maker City sowie für den Interimsstandort der Staatstheater.

Die Ausweichspielstätte ist dabei mehr als eine temporäre Lösung. Nach der Rückkehr von Oper und Ballett in das sanierte Opernhaus am Oberen Schlossgarten sollen wesentliche Teile der baulichen Infrastruktur langfristig im neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein weitergenutzt werden.

Insbesondere die geplante Nachnutzung der Backstage-Bereiche steht im Einklang mit den Themen des Festivals. Rund zwei Drittel der baulichen Anlagen sollen in die Maker City überführt werden und dort einen Beitrag zur nachhaltigen Quartiersentwicklung leisten. Geplant sind unter anderem Flächen für Kreativwirtschaft, Werkstätten, Wohnformen sowie gemeinschaftliche Nutzungen.

Die bauliche Konzeption von Bühne, Zuschauerraum und Foyer folgt zudem dem Prinzip des kreislaufgerechten Bauens: sie werden in einer rückbaubaren Bauweise errichtet, um eine spätere Wiederverwendung der Materialien zu ermöglichen.

Bereits heute wird das Areal rund um die Wagenhallen als Ort für Kunst, Kultur und Begegnung genutzt. Die im Rahmen des Festivals erlebten Ansätze von Offenheit, Inklusion und gemeinschaftlichem Leben finden damit perspektivisch auch im entstehenden Stadtquartier ihre räumliche Fortsetzung.

Das ZusammenLebenFestival hat aufgezeigt, welches Potenzial in gemeinschaftlichen und inklusiven Wohn- und Lebensformen liegt und welche Bedeutung diesen Konzepten für zukünftige Stadtentwicklungsprozesse zukommt.

16 Teams erreichen zweite Wettbewerbsphase in dem Projekt „Oberer Schlossgarten“

05/26

Der denkmalgeschützte Littmann-Bau von 1912 steht vor einer umfassenden Sanierung, Modernisierung und Erweiterung, eines der bedeutendsten Kulturprojekte Deutschlands. Ziel ist es, das architektonische Erbe zu bewahren und gleichzeitig ein zukunftsfähiges Umfeld für Kunst, Publikum und Mitarbeitende zu schaffen.

Im Rahmen eines zweiphasigen internationalen Architekturwettbewerbs haben 30 renommierte Planungsteams aus ganz Europa ihre ersten Entwürfe eingereicht. Eine hochrangige Jury hat daraus nun 16 Teams für die zweite Phase ausgewählt. Bewertet wurden insbesondere Funktionalität, städtebauliche Qualität, Wirtschaftlichkeit und Anpassungsfähigkeit.

Das Projekt verfolgt dabei mehrere Ziele zugleich: die internationale Strahlkraft der Die Staatstheater Stuttgart zu sichern, sichere Arbeitsbedingungen für rund 1.400 Mitarbeitende zu schaffen und nachhaltige Lösungen durch eine kostenbewusste Planung zu ermöglichen.

Besonders spannend: Entlang der B14 war aus städtebaulicher Sicht eine Aufwertung des öffentlichen Raums gewünscht. Hier sollen künftig neue öffentliche Räume entstehen, die die Kulturmeile Stuttgarts prägen und den Kulturstandort noch stärker mit der Stadt verbinden werden.

Im Dezember wird die Jury erneut tagen und den finalen Siegerentwurf für das größte Dreispartenhaus der Welt küren.

1. Foto: Das Architektenteam des Projekts „Oberer Schlossgarten“ mit Geschäftsführer Christoph Niethammer.
2. Foto: Das Architektenteam des Projekts „Oberer Schlossgarten“ mit Geschäftsführer Christoph Niethammer, Petra Olschowski und Claudia Rose (MWK)

Teilnahme am Jugendforum in Stuttgart Nord

04/26

In direkter Nachbarschaft zu den Jugendlichen des Stadtteils Stuttgart Nord entsteht die Maker City – Teil des neuen Stadtteils Stuttgart Rosenstein.
Ein erster Baustein wird der Interimsstandort der Württembergischen Staatstheater auf dem Gebiet C1 bei den Wagenhallen sein.
Was ist ein temporäres Opernhaus? Und wie könnte ein neuer Name dafür aussehen?

Das Team der ProWST konzipierte für das Jugendforum drei Aktionen, um die Jugendlichen vor Ort über das bedeutende Projekt spielerisch zu informieren und zu beteiligen. Mit der VR-Experience „Factory Run“, dem Opern-Quiz „Swipe Check“ und dem Namenswettbewerb „Battle of Names“ konnten sich die Jugendlichen dem Thema Opernsanierung in bester Gamer-Manier nähern und eigene Namensvorschläge für das temporäre Opernhaus einreichen.
Der Saal des Kinder- und Jugendhaus Nord war voll und den jungen Menschen machte es sichtlich Spaß, sich an den Stationen auszuprobieren und eigene Perspektiven einzubringen.
In weiteren Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen mit Themen, die ihren Alltag besonders betreffen: die Sicherheit in Stuttgart Nord bei Nacht, was läuft gut oder schlecht beim ÖPNV sowie Lieblingsorte & Problemstellen im Stadtteil. Im direkten Austausch mit dem Jugendrat Stuttgart und dem Bezirksrat wurden die Anliegen offen angesprochen, Fragen gestellt und gemeinsam nach möglichen Lösungen für den Stadtteil gesucht.

Die Ergebnisse des Jugendforums werden am 27. April bei der Einwohnerversammlung in Stuttgart Nord präsentiert.
Organisiert wurde das Jugendforum von der Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Fachbereich Jugendpolitik des Stadtjugendrings Stuttgart e.V..

Aus Plänen wird Realität: Fortschritte im Teilgebiet C1

03/26

Auf dem Baufeld C1 rund um die Wagenhallen nimmt die Entwicklung des künftigen Interimsstandorts der Württembergischen Staatstheater (WST) sowie der Maker City für Stuttgart Rosenstein sichtbar Fahrt auf. Nach intensiven vorbereitenden Maßnahmen haben die Erschließungsmaßnahmen begonnen. Das temporäre Opernhaus bildet einen ersten Baustein für den neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein. Zudem entsteht hier eine urbane Mischung, in der Wohnen, Arbeiten und kreatives Schaffen eng miteinander verzahnt sind: der Quartiershub mit Energiezentrale sowie die Nachbarschaften der „Öko- und Sozialpioniere“ und der „Pioniere Urbaner Produktion“, die perspektivisch an die Opernnutzung anschließen.

Bereits in den vergangenen Monaten wurden zentrale infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen. So konnte die Trinkwasserhauptleitung erfolgreich verlegt und die Trassenführung des Nahwärmenetzes überarbeitet werden – ein wichtiger Schritt, da die Maker City künftig unter anderem über Nahwärme versorgt wird. Für das temporäre Opernhaus wurde zudem eine geothermische Energieversorgung gesichert, die über ein Erdsondenfeld am Wagenhallenplatz realisiert wird.

Im Laufe des Jahres 2026 wird das Gebiet vollständig freigemacht. Dazu zählt auch die schonende Umsiedlung streng geschützter Arten wie der Mauereidechse, die voraussichtlich bis September 2026 abgeschlossen sein wird. Ab diesem Zeitpunkt beginnen die Erschließungsarbeiten im Teilgebiet C1 – eine entscheidende Phase, in der die konzeptionellen Pläne Schritt für Schritt in bauliche Realität übergehen. Zunächst entstehen die Erschließungsstraßen, über die Grundstücke und Gebäude angebunden und mit essenziellen Versorgungsleitungen wie Wasser, Abwasser, Strom und Internet verknüpft werden. Die Leistungen für Straßenbau, Kanal- und Leitungsbau werden ausgeschrieben und an ausführende Baufirmen vergeben – die Grundlage dafür, dass die Bauarbeiten im September 2026 offiziell starten können.

Ein Blick auf das Luftbild des Teilgebiets zeigt bereits die klare Struktur der verschiedenen Baufelder, die nach und nach entwickelt werden. Auf den Baufeldern 1 bis 3 entsteht zunächst der Interimsstandort der WST; nach Ende der Interimsnutzung wird dieser Bereich für die Nachbarschaft der „Pioniere Urbaner Produktion“ weiterentwickelt. Hier soll ein lebendiges Stadtquartier entstehen, das dringend benötigten Wohnraum mit Flächen für Produktion, Handwerk und Dienstleistungen im urbanen Umfeld verbindet. Baufeld 4 nimmt eine zentrale Rolle ein: Hier entstehen der Quartiershub und die Energiezentrale als infrastrukturelle Kernpunkte des gesamten Areals. Auf den Baufeldern 5 bis 7 wiederum wächst die Nachbarschaft der „Öko- und Sozialpioniere“, die neue gemeinschaftliche Wohnformen und nachhaltiges Zusammenleben erproben und etablieren wird.

Fotos: Fabrice Weichelt/Stadt Stuttgart

Maker Baker City & das Zuckerguss-Opernhaus bis 1. Februar zu sehen

12/25

Die Ausstellung Winterwunder-Lebkuchenstadt im StadtPalais Stuttgart wurde bis zum 1. Februar 2026 verlängert!

Beim vorweihnachtlichen Come Together der Kommunikationsteams von Stuttgart Rosenstein und der ProWST haben wir das Herzstück des neuen Stadtteils Stuttgart Rosenstein aus Lebkuchen nachgebaut. Damit schließen wir uns der neu aufkommenden Gingerbread-Bewegung in Stuttgart an und sind stolzer Teil der zauberhaften Lebkuchen-Ausstellung Winterwunder-Lebkuchenstadt im StadtPalais – Museum für Stuttgart
Der 1. Stock des Museums verwandelt sich bis Februar in eine duftende Winterwelt: Rund 30 Lebkuchenmodelle zeigen fantasievolle Architektur und bekannte Stuttgarter Wahrzeichen – gestaltet von Bürgerinnen und Bürgern sowie zehn Stuttgarter Architekturbüros.

Mit dem neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein entsteht auf 85 Hektar ein Raum für Zukunft und Kreativität. Erstes und zentrales Element des künftigen Stadtteils wird das temporäre Opernhaus (Interim) sein. Hier werden die Sparten Oper und Ballett der Württembergischen Staatstheater Stuttgart während der Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des historischen Opernhaus am Oberen Schlossgarten spielen. Nach der Interimszeit wird der Standort für die Maker-City genutzt – eine Investition in die Zukunft des neuen Quartiers.

Fachexkursion zum Interim der Staatstheater Kassel

11/25

Am 31. Oktober feierte Giuseppe Verdis „Aida“ Premiere im neuen INTERIM des Staatstheaters Kassel – und eröffnete damit eine Ersatzspielstätte, die für mindestens sechs Jahre vorgesehen ist.
Eine Woche später durften wir das Team um Intendant Florian Lutz vor Ort treffen.

Von außen erinnert der Modulbau im Süden Kassels eher an eine schlichte Produktionshalle. Doch sobald man ihn betritt, öffnet sich ein unerwartet faszinierender Raum: ein modulares Theater, das mit Kreativität, Flexibilität und Mut beeindruckt. Herzstück ist eine vierstöckige Zuschauergalerie aus Baugerüsten, die weit mehr ist als reine Sitzfläche – sie wird selbst zum Teil der Inszenierung. Die Bühnenflächen sind variabel, ergänzt durch eine Obermaschinerie mit 28 Zügen, eine Schwerlastendrehscheibe und einen abdeckbaren Orchestergraben. In dem 25 mal 50 Meter großen Saal finden bis zu 850 Personen Platz; er lässt sich als immersive Arena, klassischer Guckkasten, Raumbühne oder im längsorientierten Bühnenformat bespielen. Durch seine konsequente Multifunktionalität und die modulare Bauweise kann das gesamte Gebäude zudem vollständig abgebaut, an anderer Stelle wieder aufgebaut oder nach Bedarf weiterentwickelt werden.

Und was macht das INTERIM künstlerisch so besonders?

In nicht frontalen Bühnenkonzepten kann die klassische Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum aufgehoben werden. Alles ist modular, alles ist Bewegung: Die Bühne kann bei jeder Produktion anders liegen, die Zuschauer sitzen davor, dahinter – oder eben auf der Bühne. Demokratisch, partizipativ, maximal nahbar. Die Plätze auf der Bühne sind im „Adventure-Abo“ buchbar. Sie versprechen ein Theater des Erlebnisses, mit Premieren-Flair und Abenteuerlust – und die Nachfrage ist groß!

Neben diesen inspirierenden Eindrücken nehmen wir vor allem auch diese Botschaft mit:
Die Staatstheater Kassel und Stuttgart sind in ihren Anforderungen sehr verschieden.
Und im Gespräch mit der Intendanz wurde betont: Stuttgart genießt in der Theaterbranche enormes Ansehen und Renommee. Stuttgart ist eine stetige Messlatte für die deutsche Opernwelt. Alle schauen nach Stuttgart.
Diese Wertschätzung ist Ansporn und Verantwortung zugleich.