Aus Plänen wird Realität: Fortschritte im Teilgebiet C1

Auf dem Baufeld C1 rund um die Wagenhallen nimmt die Entwicklung des künftigen Interimsstandorts der Württembergischen Staatstheater (WST) sowie der Maker City für Stuttgart Rosenstein sichtbar Fahrt auf. Nach intensiven vorbereitenden Maßnahmen haben die Erschließungsmaßnahmen begonnen. Das temporäre Opernhaus bildet einen ersten Baustein für den neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein. Zudem entsteht hier eine urbane Mischung, in der Wohnen, Arbeiten und kreatives Schaffen eng miteinander verzahnt sind: der Quartiershub mit Energiezentrale sowie die Nachbarschaften der „Öko- und Sozialpioniere“ und der „Pioniere Urbaner Produktion“, die perspektivisch an die Opernnutzung anschließen.

Bereits in den vergangenen Monaten wurden zentrale infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen. So konnte die Trinkwasserhauptleitung erfolgreich verlegt und die Trassenführung des Nahwärmenetzes überarbeitet werden – ein wichtiger Schritt, da die Maker City künftig unter anderem über Nahwärme versorgt wird. Für das temporäre Opernhaus wurde zudem eine geothermische Energieversorgung gesichert, die über ein Erdsondenfeld am Wagenhallenplatz realisiert wird.

Im Laufe des Jahres 2026 wird das Gebiet vollständig freigemacht. Dazu zählt auch die schonende Umsiedlung streng geschützter Arten wie der Mauereidechse, die voraussichtlich bis September 2026 abgeschlossen sein wird. Ab diesem Zeitpunkt beginnen die Erschließungsarbeiten im Teilgebiet C1 – eine entscheidende Phase, in der die konzeptionellen Pläne Schritt für Schritt in bauliche Realität übergehen. Zunächst entstehen die Erschließungsstraßen, über die Grundstücke und Gebäude angebunden und mit essenziellen Versorgungsleitungen wie Wasser, Abwasser, Strom und Internet verknüpft werden. Die Leistungen für Straßenbau, Kanal- und Leitungsbau werden ausgeschrieben und an ausführende Baufirmen vergeben – die Grundlage dafür, dass die Bauarbeiten im September 2026 offiziell starten können.

Ein Blick auf das Luftbild des Teilgebiets zeigt bereits die klare Struktur der verschiedenen Baufelder, die nach und nach entwickelt werden. Auf den Baufeldern 1 bis 3 entsteht zunächst der Interimsstandort der WST; nach Ende der Interimsnutzung wird dieser Bereich für die Nachbarschaft der „Pioniere Urbaner Produktion“ weiterentwickelt. Hier soll ein lebendiges Stadtquartier entstehen, das dringend benötigten Wohnraum mit Flächen für Produktion, Handwerk und Dienstleistungen im urbanen Umfeld verbindet. Baufeld 4 nimmt eine zentrale Rolle ein: Hier entstehen der Quartiershub und die Energiezentrale als infrastrukturelle Kernpunkte des gesamten Areals. Auf den Baufeldern 5 bis 7 wiederum wächst die Nachbarschaft der „Öko- und Sozialpioniere“, die neue gemeinschaftliche Wohnformen und nachhaltiges Zusammenleben erproben und etablieren wird.

Fotos: Fabrice Weichelt/Stadt Stuttgart