ZusammenLebenFestival 2026 in Stuttgart
Vom 19. bis 20. Juni 2026 fand im Kunstverein Wagenhalle e. V. in Stuttgart erstmals das ZusammenLebenFestival statt. Ziel der Veranstaltung war es, solidarische, nachhaltige und inklusive gemeinschaftliche Wohnformen sichtbar zu machen und den fachlichen sowie gesellschaftlichen Austausch zu fördern. Das Festival zeichnete sich durch eine große Vielfalt an Beiträgen und eine offene, inklusive Atmosphäre aus.
Die ProWST war mit einem Informationsstand zum Thema Sanierungsprojekt der Württembergischen Staatstheater Stuttgart vertreten. Ein thematischer Bezug zum Festival ergab sich durch die räumliche Nähe: Auf dem Gelände der Wagenhallen beginnen ab September 2026 die Erschließungsmaßnahmen für die sogenannte Maker City sowie für den Interimsstandort der Staatstheater.
Die Ausweichspielstätte ist dabei mehr als eine temporäre Lösung. Nach der Rückkehr von Oper und Ballett in das sanierte Opernhaus am Oberen Schlossgarten sollen wesentliche Teile der baulichen Infrastruktur langfristig im neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein weitergenutzt werden.
Insbesondere die geplante Nachnutzung der Backstage-Bereiche steht im Einklang mit den Themen des Festivals. Rund zwei Drittel der baulichen Anlagen sollen in die Maker City überführt werden und dort einen Beitrag zur nachhaltigen Quartiersentwicklung leisten. Geplant sind unter anderem Flächen für Kreativwirtschaft, Werkstätten, Wohnformen sowie gemeinschaftliche Nutzungen.
Die bauliche Konzeption von Bühne, Zuschauerraum und Foyer folgt zudem dem Prinzip des kreislaufgerechten Bauens: sie werden in einer rückbaubaren Bauweise errichtet, um eine spätere Wiederverwendung der Materialien zu ermöglichen.
Bereits heute wird das Areal rund um die Wagenhallen als Ort für Kunst, Kultur und Begegnung genutzt. Die im Rahmen des Festivals erlebten Ansätze von Offenheit, Inklusion und gemeinschaftlichem Leben finden damit perspektivisch auch im entstehenden Stadtquartier ihre räumliche Fortsetzung.
Das ZusammenLebenFestival hat aufgezeigt, welches Potenzial in gemeinschaftlichen und inklusiven Wohn- und Lebensformen liegt und welche Bedeutung diesen Konzepten für zukünftige Stadtentwicklungsprozesse zukommt.

