Bühne auf Zeit – der Interimsstandort

Die Sparten Oper und Ballett der Württembergischen Staatstheater Stuttgart werden einen neuen Standort auf Zeit im künftigen Stadtteil Stuttgart Rosenstein erhalten.

Schon heute ist das Quartier um die von der Stadt sanierten Wagenhallen ein pulsierender Raum für Kunst, Kultur und Miteinander. Gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort soll es zum Stadtquartier Maker City entwickelt werden – einem Pilotprojekt für Kulturproduktion, Wohnen und Arbeiten. Der sogenannte Interimsstandort der Staatstheater wird ein erster Baustein für das neue Zentrum der Maker City bilden – gemeinsam mit dem Kulturzentrum Wagenhallen.

Was genau wird hier gebaut? Ein Opern- und Ballettbetrieb erfordert weit mehr als die eigentliche Bühne. Erst umfangreiche Produktions‐ und Proberäume, Lager, sowie Räumlichkeiten für die Technischen Dienste und die Verwaltung ermöglichen die aufwendigen Inszenierungen der Staatstheater. Ein Teil dieser Nutzungen werden am Interimsstandort untergebracht. 
Nach Auszug der Staatstheater werden Teile der Neubauten für Kulturproduktion, Werkstätten, Wohnen und Arbeiten weiter genutzt. Diese Nutzungen sind Teil des städtebaulichen Entwurfs der Maker City.

Herzstück der Ausweichspielstätte stellt der Zuschauerraum für zirka 1.200 Personen, der über 30 Meter hohe Bühnenturm sowie das Foyer dar. Diese Bauwerke werden konsequent in rückbaubarer Bauweise konzipiert und folgen somit dem Grundsatz des kreislaufgerechten Bauens. Sie sind so geplant, dass eine Wiederverwendung an einem anderen Standort möglich wäre.

Projektstand

Derzeit bereitet die Stadt Stuttgart die Erschließung des Geländes vor. Grundlage dafür sind die Ergebnisse des offenen internationalen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein aus dem Jahr 2019.

Mit einem Beschluss im Mai 2022 hat der Gemeinderat die Planungen für die Gebäude des Interimsstandorts der Staatstheater bzw. der Maker City bis einschließlich der Entwurfsplanung beauftragt.

Im Oktober 2022 erfolgte die Auslobung des europaweiten hochbaulichen Realisierungswettbewerbs. Im Wettbewerb befanden sich insgesamt 20 Beiträge. Im Juni 2023 setzte sich der Entwurf von a+r Architekten GmbH, Stuttgart gemeinsam mit NL Architects, Amsterdam, Niederlande durch.

Im Sommer 2024 hat die ProWST das Projekt von der Landeshauptstadt Stuttgart übernommen. Die wesentlichen Fachplaner wurden öffentlich ausgeschrieben und bis zum Herbst 2024 beauftragt.

Momentan befindet sich das Projekt in der Vorplanung.

Der Nutzungsbeginn ist nach aktuellem Grobterminplan im Jahr 2033 vorgesehen.